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Gebühren für das Laden von Elektrofahrzeugen

Hohe Gebühren für Elektrofahrer beim Laden mit Apps und Karten anderer Anbieter
Kostensicherheit durch direkten Zugang über den Ladeverbund+

Die Zahl der Ladevorgänge an den Ladesäulen im Ladeverbund+ nimmt stetig zu. Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und der zunehmenden Verbreitung von E-Autos spielt für die Nutzer dabei auch die Attraktivität des Zugangs- und Tarifsystems im Ladeverbund+ eine wichtige Rolle. Um das Laden so barrierefrei und komfortabel wie möglich zu gestalten, akzeptiert der Ladeverbund+ bislang neben seinem eigenen Zahlungssystem via SMS auch den Zugang über zahlreiche andere Fahrstromanbieter, sogenannte Roaming-Anbieter.

Preisgestaltung bestimmt der Fahrstromanbieter

Das Laden von Elektrofahrzeugen mit Apps und Karten dieser Fahrstromanbieter kann allerdings teuer werden. Um Kontrolle über die anfallenden Kosten zu haben, rät der Ladeverbund+ deshalb dazu, den Ladevorgang an seinen Säulen stets via SMS zu starten. Dabei gelten in jedem Fall die auf der Ladesäule angegebenen Kosten, die bequem mit der Mobilfunkrechnung sowie bei Registrierung wahlweise über die Kreditkarte oder Bankeinzug beglichen werden.

Da zuletzt zahlreiche Nachfragen und Beschwerden über hohe Kosten beim Ladeverbund+ eingingen, weist er ausdrücklich darauf hin, dass diese nicht durch die betreibenden Stadt- und Gemeindewerke verursacht werden: Der Vertrag kommt beim Roaming, sprich dem Zugang über andere Ladekarten und Apps, nicht direkt mit dem jeweiligen Ladesäulen-Betreiber, sondern mit dem ausgewählten Fahrstromanbieter zustande.

Laden mit Karte und App bis zu fünfmal teurer

Deshalb obliegt in diesem Fall auch die Preisgestaltung dem Fahrstromanbieter. Der Ladeverbund+ hat auf die aufgerufenen Preise keinen Einfluss, darüber hinaus profitieren seine Mitglieder nicht von den häufig höheren Kosten, die den Nutzern hier entstehen. Der anfallende Preisunterschied ist teils erheblich: In einigen Fällen liegen die Kosten für einen Ladevorgang mit App oder Karte bis zu fünfmal höher als beim durch den Ladeverbund+ direkt angebotenen SMS-Laden. Dies gilt vor allem für Fahrzeuge, die nur relativ langsame Ladegeschwindigkeiten erreichen.

Vergünstigung für Kunden beteiligter Stadtwerke

Das SMS-Laden, das dem in vielen Großstädten weit verbreiteten SMS-Parken ähnelt, ist einfach zu bedienen und für Handynutzer barrierefrei. Elektrofahrer, die Stromkunden eines im Ladeverbund+ organisierten Stadt- oder Gemeindewerks sind, profitieren zudem von einem ermäßigten Tarif: Nach einer kurzen Registrierung laden sie ihr Elektroauto an allen Ladesäulen im Ladeverbund+ zu einem ermäßigten Preis.

Ziel: einheitliche und flächendeckende Infrastruktur

Der Ladeverbund+ wird durch die solid GmbH koordiniert und wurde 2012 als Ladeverbund Franken+ durch die N-ERGIE Aktiengesellschaft, die infra fürth gmbh, die Stadtwerke Ansbach und die Stadtwerke Schwabach gegründet.
Das gemeinsame Ziel der mittlerweile 58 Stadt- und Gemeindewerke, die sich zum Ladeverbund+ zusammengeschlossen haben, ist der Aufbau einer einheitlichen und flächendeckenden Ladeinfrastruktur in und um Nordbayern. So wollen sie einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele und zum Gelingen der Energiewende leisten.

Eine Übersicht über alle Mitglieder, ein Ladesäulenfinder und weitere Informationen zum Zugangssystem sind unter www.ladeverbundplus.de zu finden.